„Dialog und Perspektive Handwerk 2025“

PRESSEMITTEILUNG  des Ministeriums für Wirschaft, Arbeit und Wohnungsbau Nr. 4/2018

„Dialog und Perspektive Handwerk 2025“: Wirtschaftsministe-rium fördert Beratungen mit jährlich 435.000 Euro
Ministerin Hoffmeister-Kraut: „Wir unterstützen das Handwerk dabei, zukunftsorientierte Konzepte zu Unternehmensstrategie und Personalpolitik zu entwickeln und umzusetzen“
„Das Handwerk in Baden-Württemberg muss sich strategisch und personell für die Herausforderungen der Zukunft rüsten. Mit unseren neuen Beratungsange-boten zur Unternehmensstrategie und zur Personalpolitik unterstützen wir das Handwerk dabei, passgenaue Konzepte für den technologischen Wandel und den Fachkräftewettbewerb zu finden“, gab Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoff-meister-Kraut heute (10. Januar) in Stuttgart bekannt.

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau fördert als zweijähriges Modellprojekt Angebote für Handwerksbetriebe mit jährlich 435.000 Euro. Mit der „Strategieoffensive Handwerk 2025“ werden Intensivberatungen zur Unterneh-mensstrategie sowie eine Strategie-Stabsstelle gefördert. Mit der „Personaloffen-sive Handwerk 2025“ erhalten Handwerksbetriebe Beratung zu personalpoliti-schen Themen. Die Maßnahmen gehen aus dem gemeinsamen Projekt „Dialog und Perspektive Handwerk 2025“ des Wirtschaftsministeriums und des Baden-Württembergischen Handwerkstags hervor.

„Gerade in Zeiten technologischer Umbrüche, in denen neue Wettbewerber in angestammten Märkten auftauchen und den Wettbewerb intensivieren, gilt es,
an die Zukunft zu denken. Ein zentraler Erfolgsfaktor ist dabei, sich bei der Unternehmensstrategie und der Personalpolitik modern und zukunftsorientiert aufzustellen“, so die Ministerin weiter.

Eine wesentliche Erkenntnis des Strategieprojekts „Dialog und Perspektive
Handwerk 2025“ sei, dass sich der betriebliche Planungshorizont im Handwerk in
der Regel auf zwei oder maximal drei Jahre beläuft. Das Tagesgeschäft habe
Vorrang und für die Entwicklung einer Unternehmensstrategie fehle die Zeit und
das Wissen über geeignete Instrumente. Genau hier sollen die Angebote der
Strategieoffensive ansetzen.

„Für die Handwerksbetriebe liegen große personalpolitische Herausforderungen
nicht nur darin, geeigneten Nachwuchs und Fachkräfte zu finden, sondern auch
die Beschäftigten an den Betrieb zu binden“, betonte die Ministerin. Denn die
Analyse im Rahmen des Strategieprojekts habe auch gezeigt, dass zwei Drittel
der im Handwerk ausgebildeten Personen im Laufe ihres Berufslebens das
Handwerk verlassen.

Zu den geförderten Angeboten:
Die „Stabsstelle Strategie“ beim Baden-Württembergischen Handwerkstag soll
Zukunftsthemen, technologische Entwicklungen und neue Märkte für das Handwerk
identifizieren und bewerten. Die Betriebe werden über die Betriebsberaterinnen
und -berater der Kammern sowie über Veranstaltungen der Stabsstelle
über Neuerungen informiert und für die unterschiedlichen Themen sensibilisiert.
Darauf aufbauend werden Handwerksbetriebe durch geförderte Intensivberatungen
unterstützt, Unternehmensstrategien zu entwickeln und umzusetzen. Die Intensivberatungen von bis zu zehn Tagewerken pro Betrieb werden durch externe
Fachberaterinnen und -berater angeboten.
Die „Personaloffensive Handwerk 2025“ umfasst unter anderem die Förderung
von Personalberaterinnen und -beratern bei den Handwerkskammern, die die
Betriebe mit bis zu acht Tagewerken in Themen wie Personalentwicklung, Arbeitgebermarke,
Nachfolgeplanung oder Mitarbeiterbeteiligung kostenlos beraten.
Bei Betrieben mit besonders großem Beratungsbedarf und komplexen Fragestellungen
im Themenfeld Personal, kann ergänzend hierzu eine geförderte Intensivberatung
stattfinden.

Weitere Informationen für Unternehmen
Interessierte Betriebe können sich an ihre Handwerkskammer wenden, die Intensivberatung wird von der BWHM GmbH – Beratungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft für Handwerk und Mittelstand angeboten.

Pressemitteilung des Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau zum Download: „Dialog und Perspektive Handwerk 2025“