Elevator Pitch: Landesfinale

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Die Fahrstuhlfahrt für Existenzgründer im Land ist entschieden: In der dritten Runde des landesweiten Start-up Wettbewerbs „Elevator Pitch BW“ Mitte Juni setzte sich GoSilico aus Karlsruhe gegen seine Mitwettbewerber durch.

16 Finalisten traten am 17. Juni bei der L-Bank in Stuttgart beim Landesfinale gegeneinander an und haben sich um den Titel von Baden-Württembergs bestem Gründerteam beworben. Sie hatten im Wettbewerb jeweils nur drei Minuten Zeit, um Jury und Publikum von ihrer Unternehmensidee zu überzeugen.

„Der Elevator Pitch BW ist eine großartige Gelegenheit für Gründerinnen und Gründer, um in die Öffentlichkeit zu treten, das Geschäftsmodell in einem frühen Stadium zu validieren und wertvolle Kontakte für die weitere Entwicklung des Unternehmens zu knüpfen. Jedes der im Wettbewerb angetretenen Teams hat gezeigt, welches kreative und innovative Potential in Baden-Württemberg steckt. Mit ihren Ideen und ihrer Schaffenskraft fordern Gründerinnen und Gründer etablierte Unternehmen heraus, wagen Neues und sorgen so für Innovationen und eine stetige Modernisierung unserer Wirtschaft. Das wollen wir in Zukunft noch stärker unterstützen. Ich gratuliere den heutigen Gewinnern und wünsche allen Finalisten viel Erfolg für die Zukunft“, erklärte Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut MdL, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau, bei der Preisverleihung.

Den ersten Preis (3.000 Euro) hat GoSilico aus Karlsruhe gewonnen. Teresa Beck, Tobias Hahn und Thiemo Huuk beschleunigen mit ihrer Simulations-Software die Prozessentwicklung für Biopharmazeutika. Durch die Technologie von GoSilico kann mit nur wenigen Experimenten ein Computermodell erstellt werden, das in Sekunden liefert, was im Labor Tage dauert. Für die Pharma-Branche ermöglicht das einen Paradigmenwechsel von experimenteller Prozessentwicklung hin zu einer in silico, d.h. computergestützten Prozessentwicklung. Die Technologie zahlt sich aus: Medikamente gegen Autoimmunkrankheiten, Krebs oder Alzheimer können so deutlich schneller und kostengünstiger auf den Markt gebracht werden.

Webseite: www.gosilico.com

Den zweiten Platz (2.000 Euro) sicherte sich die Geschäftsidee Cross Connected HoloDeck aus Bad Mergentheim. Das Team von Andreas Rüdenauer ermöglicht produzierenden Unternehmen mithilfe von Virtual-Reality-Brillen und Datenhandschuhen sowie der passenden Software ihre Produkte in jeder Produktlebensphase interaktiv zu erleben – standortübergreifend und gleichzeitig mit mehreren Personen. In der Fertigungs- und Wartungsplanung können so Arbeitsprozesse optimiert und bis in das ERP-System automatisiert dokumentiert werden. Das spart sowohl wertvolle Zeit für theoretische Planungen als auch Ressourcen für teure Prototypen. Arbeitsprozesse können zusammen von mehreren Nutzern gleichzeitig erlebt und optimiert werden. Durch Zuschaltung mehrerer Standorte können global agierende Teams problemlos am selben virtuellen Produkt oder Prozess gleichzeitig arbeiten.

Webseite: www.xc-holodeck.com

Den dritten Platz (1.000 Euro) belegte die Geschäftsidee otego aus Karlsruhe. Das Team entwickelt neuartige thermoelektrische Generatoren (TEG) als autarke Energieversorgung. Damit lässt sich Energie aus kleinster Wärmequelle (z.B. Kleingeräten) in Strom umwandeln. Für viele vernetzte Kleingeräte können damit lästige Batteriewechsel bald der Vergangenheit angehören. Die Besonderheit der otego-Technologie ist die Kombination aus kostengünstigen Materialien und großindustriellen Produktionsverfahren. Dadurch wird otego als erster Hersteller TEGs produzieren können, die für breite Massenanwendungen in Frage kommen. Das Team besteht aus Silas Aslan, André Gall, Matthias Hecht und Frederick Lessmann.

Webseite: www.otego.de

Quelle: www.gruendung-bw.de / Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau